Zupfmuster

Zupfmuster und Techniken für Fingerstyle Gitarre

1. Einfaches (Finger-) Picking

Einfaches Picking oder auch Folkpicking bezeichnet, wird häufig auf einer einfachen Westerngitarre eingesetzt. Hierbei werden einfache Gitarrenakkorde mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger gezupft, um beispielsweise Songs zu begleiten.

Einfaches Fingerppcking

2. Klassisches Fingerpicking

Das klassische Fingerpicking ist die wohl am weit verbreitetste Technik und ebenfalls von großer Bedeutung. Die meisten modernen Fingerstyle Songs oder Covers werden im klassischen Fingerpicking gespielt. Der wesentliche Unterschied zum einfachen Picking ist die Nutzung mehrerer Finger. Während beim einfachen Picking überwiegend nur 3 Finger (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) verwendet werden, ist der Ringfinger und zum Teil auch der kleine Finger fester Bestandteil. Somit bleibt kein Finger ohne Arbeit.

Klassisches Fingerpicking

3. Gleichzeitiges Zupfen

Beim gleichzeitigen Zupfen werden mehrere Töne eines Akkordes gleichzeitig gezupft. Im Wechsel erfolgt dann immer Bass und die restlichen Töne des Akkordes. Dieses Zupfmuster wird gerne bei ruhigeren Songs und Balladen verwendet und eignet sich optimal zum Begleiten von Sängern.

Gleichzeitiges Zupfen

4. Travis Picking

Dieses Muster wurde benannt nach dem Gitarristen Merle Travis (alte Aufnahmen findet man beispielsweise in YouTube). Beim Travis Picking werden zwei Saiten zu Beginn eines Taktes parallel angespielt und Filler Notes füllen den Rest des Taktes aus oder spielen eine Melodie dazu.

Travis Picking

5. Carter Picking

Beim Carter Picking wird Picking und Strumming vereint. Benannt wurde diese Technik nach der Country-Sängerin Maybelle Carter. Manche Gitarristen nutzen hierfür gerne Thumbpicks, um die Basstöne stärker zu betonen, jedoch sind diese kein Muss, um diese Zupftechnik zu beherrschen. Es erfolgt immer Grundton des Akkordes und Strumming im Wechsel.

Carter Picking